Netzsicherheit ist einer der wichtigsten Bausteine für Unternehmen, die Cloud-Dienste nutzen: Wer Daten und Anwendungen auslagert, muss sie aktiv vor Angriffen schützen, denn Flexibilität und Skalierbarkeit der Cloud gehen mit realen Risiken einher. Dieser Ratgeber ordnet die zentralen Bedrohungen ein, erklärt die wichtigsten Schutzmechanismen und zeigt, welche konkreten Maßnahmen Unternehmen bei der Migration in die Cloud ergreifen sollten. Mehr Hintergründe dazu liefert unser Artikel Netzsicherheit: Die besten Strategien für einen sicheren Online-Shopping.
Netzsicherheit in der Cloud bezeichnet alle technischen und organisatorischen Maßnahmen, die Daten und Systeme in Cloud-Umgebungen vor Datenverlust, Schadsoftware und unbefugtem Zugriff schützen. Sie stützt sich auf drei Säulen: starke Authentifizierung, kontinuierliches Monitoring und durchgängige Verschlüsselung. Wer diese Bausteine kombiniert, senkt das Risiko eines erfolgreichen Angriffs erheblich.
Cloud-Infrastruktur bringt Unternehmen spürbare Vorteile: Ressourcen lassen sich flexibel skalieren, Kosten sinken, neue Dienste sind schnell verfügbar. Gleichzeitig entstehen neue Angriffsflächen. Unbefugter Zugriff, Malware-Befall und Datenverlust zählen zu den Bedrohungen, mit denen Unternehmen in Cloud-Umgebungen am häufigsten konfrontiert sind. Passende Sicherheitsmaßnahmen dagegen zu setzen, ist deshalb kein Kür-, sondern ein Pflichtprogramm.
| Bedrohungen der Netzsicherheit in der Cloud: |
|---|
| – Datenverlust |
| – Malware |
| – Unbefugter Zugriff |
Bewährte Sicherheitspraktiken entschärfen diese Bedrohungen spürbar. Im Kern stehen drei Bausteine: eine belastbare Authentifizierung, laufende Überwachung des Datenverkehrs und konsequente Verschlüsselung. Wer sie zusammen umsetzt, schließt die größten Angriffsflächen.
- Starke Authentifizierung
- Regelmäßige Überwachung
- Verschlüsselung
Diese drei Bausteine sichern Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Daten und Netzwerken gleichermaßen ab. Unternehmen sollten deshalb angemessene Schutzmaßnahmen treffen, um ihre Daten in der Cloud zu sichern und Bedrohungen wirksam zu begegnen.
Welche Bedrohungen gefährden die Netzsicherheit in der Cloud?
Datenverlust, Malware und unbefugter Zugriff zählen zu den Risiken, die die Netzsicherheit in der Cloud am häufigsten gefährden. Wer diese Bedrohungen versteht und gezielt Gegenmaßnahmen ergreift, reduziert das Risiko für das eigene Unternehmen deutlich.
Cloud Computing bietet zahlreiche Vorteile, birgt aber konkrete Risiken. Datenverlust verursacht nicht nur finanzielle Schäden, er untergräbt auch das Vertrauen der Kunden. Malware-Infektionen kompromittieren vertrauliche Informationen und beschädigen die Unternehmensreputation. Unbefugter Zugriff auf Cloud-Ressourcen führt zu Datenlecks und unkontrollierter Nutzung sensibler Daten.
Um diesen Bedrohungen zu begegnen, brauchen Unternehmen eine Sicherheitsstrategie, die technische und organisatorische Maßnahmen gleichermaßen abdeckt.
Technisch zählen Firewalls, Intrusion Detection Systems und Verschlüsselungstechnologien zu den Grundpfeilern. Regelmäßige Überwachung und konsequente Aktualisierung dieser Systeme erkennen potenzielle Angriffe früh und wehren sie ab.
Auf organisatorischer Seite gehören Mitarbeiterschulungen zur sicheren Nutzung von Cloud-Diensten dazu, ebenso klare Richtlinien zur Passwortverwaltung und Zugriffskontrolle sowie eine turnusmäßige Überprüfung der Sicherheitsverfahren. In Deutschland orientieren sich viele Unternehmen dabei am Kriterienkatalog des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), der als anerkannte Richtschnur Mindestanforderungen an Cloud-Anbieter in den Bereichen Organisation, Zugriffsschutz und Transparenz definiert.
Technische Systeme wie Firewalls und organisatorische Vorgaben wie Schulungen wirken erst zusammen zuverlässig. Beide Ebenen laufend auf dem aktuellen Stand zu halten, macht am Ende den Unterschied.
Best Practices für die Netzsicherheit in der Cloud
Drei Bausteine bilden das Fundament für zuverlässige Netzsicherheit in der Cloud: eine belastbare Authentifizierung, kontinuierliche Überwachung und konsequente Verschlüsselung. Gemeinsam schließen sie die häufigsten Einfallstore für Angreifer.
Eine belastbare Authentifizierung verhindert unbefugten Zugriff auf Cloud-Konten wirksam. Mehrstufige Methoden – Passwörter, biometrische Daten und Zwei-Faktor-Authentifizierung kombiniert einzusetzen – gelten als der wirksamste Ansatz. Lange, eindeutige Passwörter und deren regelmäßige Erneuerung schließen zusätzliche Schwachstellen.
Kontinuierliche Überwachung des Datenverkehrs und der Netzwerkaktivitäten ermöglicht eine schnelle Erkennung von Anomalien und verdächtigem Verhalten. Mit geeigneten Monitoring-Tools lassen sich potenzielle Bedrohungen frühzeitig identifizieren und entsprechend abwehren.
Auch Verschlüsselung gehört zum Pflichtprogramm: Daten in Ruhe wie in Bewegung müssen gegen unbefugten Zugriff gesichert sein. Verschlüsselte Informationen sind selbst im Falle eines Angriffs für den Angreifer wertlos.
Wer diese drei Bausteine konsequent kombiniert, senkt das Sicherheitsrisiko in der Cloud spürbar. Fehlt einer der Bausteine, bleibt eine Lücke bestehen, die Angreifer gezielt ausnutzen können.
Starke Authentifizierung
Mehrstufige Authentifizierungsmethoden sind ein grundlegender Schritt, um die Sicherheit in der Cloud zu gewährleisten und unbefugten Zugriff zu verhindern. Verschiedene Authentifizierungsfaktoren kombiniert einzusetzen erhöht die Sicherheit spürbar und senkt das Risiko von Account-Kompromittierungen.
Besonders wirksam sind folgende Methoden:
- Passwörter: Lange, eindeutige Passwörter aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen sind der erste Schutzwall für Cloud-Konten. Regelmäßige Aktualisierung erhöht die Sicherheit weiter, da veraltete Zugangsdaten ein häufiges Einfallstor für Angreifer darstellen.
- Biometrische Daten: Fingerabdrücke oder Gesichtserkennung bieten eine zusätzliche Sicherheitsebene. Als eindeutige körperliche Merkmale lassen sie sich kaum fälschen und eignen sich gut als ergänzender Faktor.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung: Neben dem Passwort verlangt 2FA einen zweiten Faktor – etwa ein SMS-Einmalpasswort, eine Authentifizierungs-App oder ein Hardware-Token. Selbst bei kompromittiertem Passwort bleibt der Kontozugang damit gesperrt.
Mit diesen mehrstufigen Methoden lässt sich die Sicherheit von Cloud-Systemen spürbar erhöhen. Passwortbasierte Verfahren allein reichen dafür in der Regel nicht mehr aus.
Passwörter
Für die Kontosicherheit ist die Qualität des Passworts entscheidend. Starke, eindeutige Passwörter reduzieren das Risiko von Hackerangriffen erheblich, und ihre regelmäßige Erneuerung gehört ebenso zu den Grundmaßnahmen.
Bei der Absicherung von Cloud-Konten zählt vor allem die Kombination der Zeichen. Ein Passwort aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen ist deutlich schwerer zu erraten oder per Brute-Force zu knacken.
Empfehlenswert sind lange Kombinationen, die sich weder aus dem Wörterbuch noch durch einfaches Raten erschließen lassen. Wörterbuchangriffe scheitern daran ebenso wie simple Rateattacken.
Regelmäßige Passwortänderungen halten das Risiko unbefugten Zugriffs dauerhaft niedrig. Veraltete Zugangsdaten sind ein häufig unterschätztes Sicherheitsrisiko, gerade wenn frühere Mitarbeiter oder Dienstleister noch Kenntnis der alten Passwörter haben könnten.
Zusätzlichen Schutz bietet Zwei-Faktor-Authentifizierung: Als zweiter Faktor dient ein Einmalpasswort per SMS, ein Fingerabdruck oder ein Hardware-Token. Damit bleibt ein Cloud-Konto auch dann geschützt, wenn das Passwort in falsche Hände gerät. Wer klassische Passwörter perspektivisch ganz ablösen will, findet in unserem Beitrag Passkeys statt Passwörter eine phishing-resistente Alternative auf Basis kryptografischer Schlüsselpaare.
Starke Passwörter und 2FA gemeinsam umzusetzen, minimiert die gängigsten Sicherheitsrisiken für Cloud-Konten zuverlässig.
Biometrische Daten
Fingerabdrücke und Gesichtserkennung ergänzen klassische Authentifizierungsmechanismen um eine schwer fälschbare Sicherheitsschicht.
Biometrische Daten sind ein einzigartiger, personengebundener Identifikator, den jedes Individuum mit sich trägt. In der Netzsicherheit eingesetzt, überprüfen sie die Identität einer Person zuverlässig und verhindern unbefugten Zugriff. Fingerabdrücke oder Gesichtsbiometrie eignen sich dafür besonders gut, da sie mit herkömmlichen Mitteln kaum zu imitieren sind.
Gegenüber Passwörtern oder PIN-Codes bieten biometrische Daten einen entscheidenden Vorteil: Sie lassen sich nicht stehlen wie ein Kennwort. Ein Fingerabdruck oder ein Gesicht kann weder so leicht kopiert noch an Dritte weitergegeben werden.
Allerdings erfordert der Einsatz biometrischer Daten besondere Sorgfalt bei der Speicherung. Verschlüsselte Datenbanken oder spezielle Hardware-Sicherheitsmodule schützen diese sensiblen Informationen vor Fremdzugriff. Gerade weil biometrische Merkmale unveränderlich sind – ein Passwort lässt sich ändern, ein Fingerabdruck nicht –, muss ihre Speicherung besonders sorgfältig erfolgen.
Richtig implementiert, verbessern biometrische Verfahren die Netzsicherheit spürbar und erhöhen gleichzeitig die Benutzerfreundlichkeit gegenüber langen Passworteingaben.
Regelmäßige Überwachung
Regelmäßige Überwachung ist ein wesentlicher Bestandteil der Netzsicherheit in der Cloud. Kontinuierliche Analyse von Netzwerkaktivitäten und Datenverkehr ermöglicht es, Anomalien oder verdächtiges Verhalten frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.
Zur Umsetzung stehen verschiedene Tools und Technologien zur Verfügung. Dazu gehören Intrusion Detection Systems (IDS, erkennen Angriffsmuster im Netzwerkverkehr), Intrusion Prevention Systems (IPS, blockieren erkannte Angriffe aktiv) und Security Information and Event Management (SIEM, bündelt und korreliert Sicherheitsdaten aus verschiedenen Quellen). Diese Systeme sammeln und analysieren kontinuierlich Daten aus dem Netzwerk, um mögliche Sicherheitsvorfälle zu identifizieren.
Ebenso wichtig ist die regelmäßige Auswertung von Log-Dateien und Protokollen. Verdächtige Aktivitäten oder ungewöhnliche Muster lassen sich durch die Analyse dieser Informationen frühzeitig erkennen und entsprechend eingrenzen.
Neben dem technischen Monitoring spielt die Schulung der Mitarbeiter eine große Rolle. Durch gezielte Sensibilisierungsmaßnahmen können Unternehmen ihr Team befähigen, verdächtiges Verhalten zu erkennen und zu melden. Menschliches Urteilsvermögen ergänzt automatische Systeme gerade dort, wo Anomalien noch unterhalb technischer Schwellenwerte liegen.
Kurze Reaktionszeiten entscheiden häufig darüber, ob aus einem Vorfall ein größerer Schaden wird. Wer Log-Auswertung, Monitoring-Tools und geschulte Mitarbeiter kombiniert, erkennt Angriffe in der Regel deutlich früher.
Verschlüsselung
Verschlüsselung von Daten sowohl in Ruhe als auch in Bewegung ist unerlässlich, um sensible Informationen vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Dabei werden Daten in unlesbaren Code umgewandelt, der sich nur mit dem richtigen Schlüssel entschlüsseln lässt. Selbst bei einem erfolgreichen Angriff auf die Infrastruktur bleiben die Daten so für den Angreifer nutzlos. Wie diese Prinzipien in der Praxis bei Messenger-Diensten umgesetzt werden, erklärt unser Beitrag Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
Ein häufig verwendetes Verfahren ist die Public-Key-Verschlüsselung: Ein öffentlicher Schlüssel verschlüsselt die Daten, ein privater Schlüssel entschlüsselt sie. Da der private Schlüssel geheim gehalten wird, ist eine sichere Kommunikation zwischen zwei Parteien möglich, selbst über unsichere Netzwerke hinweg.
Verschlüsselung ruhender Daten bezieht sich auf gespeicherte oder archivierte Informationen. Durch den Einsatz starker Verschlüsselungsalgorithmen und sicherer Passwörter bleiben diese Daten auch dann geschützt, wenn Speichermedien gestohlen werden oder verloren gehen.
Daten in Bewegung, also Daten, die über Netzwerke übertragen werden, sichern Unternehmen über Protokolle wie HTTPS oder VPNs ab. Eine verschlüsselte Übertragung verhindert, dass Dritte den Datenverkehr abfangen, mitlesen oder manipulieren.
Für sensible Daten in der Cloud gehört Verschlüsselung damit zur Grundausstattung, nicht zur Kür. Unternehmen sollten prüfen, ob ihre Daten durchgehend verschlüsselt sind – in Ruhe, während der Übertragung und im Zweifel auch bei der Verarbeitung.
Welche Sicherheitsrisiken drohen bei der Migration in die Cloud?
Bei der Migration in die Cloud sind Unternehmen verschiedenen Sicherheitsrisiken ausgesetzt. Eines der Hauptprobleme ist der potenzielle Datenverlust. Dieser kann durch menschliches Versagen, technische Fehler oder böswillige Angriffe entstehen. Um Datenverluste zu vermeiden oder zu minimieren, sollten Unternehmen Backup- und Wiederherstellungsstrategien implementieren.
Ein weiteres Risiko besteht in Compliance-Verstößen. Datenschutzgesetze und branchenspezifische Vorschriften gelten auch in der Cloud uneingeschränkt. Unternehmen sollten sicherstellen, dass ihre Cloud-Anbieter entsprechende Compliance-Maßnahmen implementiert haben, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.
Unzureichende Sicherheitskontrollen seitens des Cloud-Anbieters können ebenfalls zu Sicherheitslücken führen. Anbieter-Sicherheitsmaßnahmen vorab zu prüfen und bei Bedarf eigene Vorkehrungen zu ergänzen, schließt diese Lücke zuverlässig.
Eine Risikoanalyse mit anschließender Umsetzung geeigneter Maßnahmen – Verschlüsselungstechnologien, regelmäßige Sicherheitsaudits und Mitarbeiterschulungen – macht den Unterschied zwischen einer riskanten und einer abgesicherten Cloud-Migration.
Datenverlust
Datenverlust kann durch menschliches Versagen, technische Fehler oder böswillige Angriffe entstehen. Geeignete Backup- und Wiederherstellungsstrategien sind deshalb unverzichtbar, um Datenverluste zu vermeiden oder zumindest zu minimieren. Durch regelmäßige Sicherungskopien lassen sich verlorene oder beschädigte Daten gezielt wiederherstellen.
Der Einsatz automatisierter Backup-Lösungen empfiehlt sich, weil sie nach einem festen Zeitplan Sicherungen erstellen und dafür sorgen, dass die Daten an einem gesicherten Ort gespeichert werden. Unternehmen sollten zudem regelmäßig überprüfen, ob ihre Backup-Strategien tatsächlich funktionieren und die Datenintegrität gewährleistet ist. Eine Sicherungskopie, die im Ernstfall nicht wiederherstellbar ist, bietet keinen echten Schutz.
Um Datenverlust durch unbefugten Zugriff vorzubeugen, sind zusätzliche Schutzmaßnahmen sinnvoll: Zugriffskontrollen, Firewalls und Verschlüsselungstechnologien bilden hier eine wirkungsvolle Ergänzung.
| Backup-Strategien zur Vermeidung von Datenverlust: |
| – Regelmäßige Sicherungskopien erstellen |
| – Automatisierte Backup-Lösungen verwenden |
| – Überprüfung der Effektivität der Backup-Strategien |
| – Sicherstellen der Datenintegrität |
Mit einer durchdachten Backup- und Wiederherstellungsstrategie lässt sich Datenverlust zuverlässig vermeiden oder zumindest eingrenzen. So bleiben geschäftskritische Informationen auch im Ernstfall geschützt und die Betriebskontinuität gesichert.
Compliance-Verstöße
Die Einhaltung von Datenschutzgesetzen und branchenspezifischen Vorschriften bleibt auch in der Cloud verpflichtend. Der Cloud-Anbieter muss entsprechende Compliance-Maßnahmen bereits implementiert haben.
Angesichts der wachsenden Bedeutung von Daten ist Compliance längst kein Randthema mehr. Wer Cloud-Dienste nutzt, muss sicherstellen, dass Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit seiner Daten durchgängig gewährleistet sind. Dazu gehört die Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in der Europäischen Union sowie weiterer Datenschutzgesetze, die je nach Branche und Standort gelten. Wer die Kontrolle über Daten und Anbieter behalten will, findet dazu Hintergründe in unserem Beitrag Digitale Souveränität: Europas Weg aus der Cloud-Falle.
Durch nachgewiesene Compliance-Maßnahmen können Unternehmen sicherstellen, dass ihre Daten in der Cloud gesetzeskonform verarbeitet werden. Das schafft Rechtssicherheit und stärkt zugleich das Vertrauen von Kunden und Partnern.
Vor der Anbieterwahl lohnt sich eine Prüfung der Sicherheitsstandards und Zertifizierungen. Vertrauenswürdige Cloud-Anbieter dokumentieren ihre Maßnahmen transparent und lassen sich regelmäßig auditieren, um die Einhaltung der Vorgaben nachzuweisen.
Wer Compliance-Fragen frühzeitig klärt, senkt das Risiko von Datenlecks und Verstößen gegen Datenschutzgesetze deutlich. Die erforderlichen Sicherheitsstandards beim Cloud-Anbieter sicherzustellen, ist dabei ein entscheidender Schritt.
Unzureichende Sicherheitskontrollen
Fehlende oder lückenhafte Sicherheitskontrollen beim Cloud-Anbieter können zu erheblichen Sicherheitslücken führen und sensible Informationen gefährden. Implementiert ein Anbieter diese Schutzmechanismen nicht ausreichend, sind alle darauf betriebenen Systeme und Daten potenziell gefährdet.
Um dieses Risiko zu minimieren, sollten Unternehmen die Sicherheitsmaßnahmen des Cloud-Anbieters vorab sorgfältig überprüfen. Dazu gehört die Prüfung der physischen Sicherheit der Rechenzentren, der Zugriffskontrollen, der Verschlüsselungstechnologien und der Sicherheitsrichtlinien des Anbieters.
| Physische Sicherheit | Überprüfen Sie, ob der Cloud-Anbieter physische Sicherheitsmaßnahmen wie Überwachungskameras, Zutrittskontrollen und Brandbekämpfungssysteme implementiert hat. |
| Zugriffskontrollen | Stellen Sie sicher, dass der Anbieter strenge Zugriffskontrollen implementiert hat, um unbefugten Zugriff auf Ihre Daten zu verhindern. Dies kann die Verwendung von mehrstufiger Authentifizierung, rollenbasierter Zugriffssteuerung und Protokollierung von Zugriffsaktivitäten umfassen. |
| Verschlüsselungstechnologien | Überprüfen Sie, ob der Anbieter Daten sowohl in Ruhe als auch in Bewegung verschlüsselt. Dies stellt sicher, dass Ihre sensiblen Informationen vor unbefugtem Zugriff geschützt sind. |
| Sicherheitsrichtlinien | Informieren Sie sich über die Sicherheitsrichtlinien des Anbieters, um sicherzustellen, dass diese Ihren Anforderungen und den geltenden Datenschutzgesetzen entsprechen. |
Wo der Anbieter Lücken lässt oder die eigenen Anforderungen nicht erfüllt, sind ergänzende Maßnahmen erforderlich. Das kann die Implementierung zusätzlicher Verschlüsselung umfassen, die Durchführung regelmäßiger Sicherheitsaudits oder den Einsatz von Drittanbieter-Sicherheitslösungen, die gezielt die Schwachstellen des Anbieters adressieren.
Die Sicherheit in der Cloud duldet keine Kompromisse. Anbieter sorgfältig prüfen, Schwachstellen identifizieren und eigene Schutzmaßnahmen konsequent ergänzen – wer diese drei Schritte geht, hält Daten und Anwendungen auch gegen neue und unbekannte Bedrohungen zuverlässig sicher.
Ergänzend zur Cloud-Sicherheit erklärt unser Ratgeber Was ist ein VPN?, wie verschlüsselte Verbindungen funktionieren.
Häufig gestellte Fragen
- Was sind die häufigsten Bedrohungen für die Netzsicherheit in der Cloud?
Die häufigsten Bedrohungen für die Netzsicherheit in der Cloud sind Datenverlust, Malware und unbefugter Zugriff. Sie können die Sicherheit von Unternehmensdaten gefährden und zu erheblichen Schäden führen.
- Welche Sicherheitsmaßnahmen sollte ein Unternehmen in der Cloud ergreifen?
Bewährte Sicherheitspraktiken wie starke Authentifizierung, regelmäßige Überwachung und Verschlüsselung bilden das Fundament. Diese Maßnahmen schließen die wesentlichen Angriffsvektoren und schützen Daten vor unbefugtem Zugriff.
- Wie kann starke Authentifizierung in der Cloud umgesetzt werden?
Starke Authentifizierung setzt auf mehrstufige Methoden: Passwörter, biometrische Daten und Zwei-Faktor-Authentifizierung kombiniert einzusetzen ist der wirksamste Ansatz. Jeder zusätzliche Faktor erhöht die Hürde für Angreifer erheblich.
- Warum ist regelmäßige Überwachung in der Cloud wichtig?
Anomalien und verdächtiges Verhalten im Netzwerk lassen sich nur durch kontinuierliche Überwachung der Netzwerkaktivitäten und des Datenverkehrs rechtzeitig erkennen. Dadurch können potenzielle Sicherheitsrisiken frühzeitig identifiziert und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden, bevor ein Vorfall eskaliert.
- Was ist die Bedeutung von Verschlüsselung in der Cloud?
Verschlüsselung macht sensible Daten für Unbefugte unlesbar, sowohl im Ruhezustand als auch während der Übertragung. Ohne den richtigen Schlüssel bleiben abgefangene oder gestohlene Daten für Angreifer wertlos.
- Welche Sicherheitsrisiken sind mit der Migration in die Cloud verbunden?
Bei der Migration in die Cloud sind Unternehmen verschiedenen Sicherheitsrisiken ausgesetzt, darunter Datenverlust, Compliance-Verstöße und unzureichende Sicherheitskontrollen. Wer diese Risiken versteht und geeignete Maßnahmen ergreift, kann die Sicherheit der Unternehmensdaten gewährleisten und rechtliche wie finanzielle Folgen vermeiden.
- Was kann ein Unternehmen tun, um Datenverlust in der Cloud zu vermeiden?
Solide Backup- und Wiederherstellungsstrategien sind die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme gegen Datenverlust in der Cloud. Durch Implementierung geeigneter Backup-Lösungen können Unternehmen Datenverluste durch menschliches Versagen, technische Fehler oder böswillige Angriffe minimieren und ihre geschäftskritischen Informationen schützen.
- Wie kann ein Unternehmen sicherstellen, dass es Compliance-Anforderungen in der Cloud erfüllt?
Der Cloud-Anbieter muss nachweislich die geltenden Datenschutz- und Branchenvorschriften erfüllen. Vor der Anbieterwahl empfiehlt es sich, dessen Sicherheitsstandards und Zertifizierungen zu prüfen. Ein vertrauenswürdiger Anbieter führt regelmäßige Audits durch und weist damit die Einhaltung aller relevanten Vorgaben nach.
- Was kann ein Unternehmen tun, wenn der Cloud-Anbieter unzureichende Sicherheitskontrollen hat?
Bei Lücken im Sicherheitskonzept des Anbieters sind eigene Gegenmaßnahmen oder ein Anbieterwechsel erforderlich. Die Sicherheitsarchitektur sollte man vorab prüfen und bei Bedarf durch zusätzliche Lösungen absichern. Ebenfalls lesenswert sind unsere Beiträge Virenfrei surfen und Content ist King.


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